Samstag, 4. Februar 2012

Ortsrat: Fastelabend und was dabei herauskam

Am 24.01.212 lud der neue Ortsrat zu einem Fastelabend in den Landgasthof Dinkgräve ein.

Zur Einleitung des Abends mußte unser Ortsbürgermeister, Wilhelm Buschmann, zunächst den Begriff "Fastelabend" erläutern, da die regen Besucher der Veranstaltung recht ratlos schauten. Fastelabend meint den Vorabend zu Aschermittwoch und ist am ehesten mit dem Heilige-Drei-Königs-Treffen der großen politischen Parteien zu vergleichen. Ziel des Ortsrates war es, uns Timmelern Gelegenheit zu geben, Ideen, Probleme und Anliegen an den Ortsrat weiterzugeben.

Erstes Bürgerthema war die nächtliche Beleuchtung des Dorfes im Winter.Zur Zeit sind die Beleuchtungszeiten wie folgt: In der Winterzeit von 06:30 Uhr bis zum Hellwerden, abends dann ab Dämmerung bis 22:30 Uhr. Die Dämmerungsschaltungen sind übrigens an Sensoren in Oldenburg, Sitz des Energieversorgers, geknüpft. In der Sommerzeit regelt die Dämmerungsschaltung eine Beleuchtung falls erforderlich ab 06:00 Uhr bis zum Hellwerden und in den Abendstunden ab Dämmerung bis um 23:30 Uhr.
Das Problem sind die Beleuchtungszeiten im Winter. Teilweise müssen unsere Timmeler Schüler im Stockfinsteren zur Bushaltestelle laufen. Und wer abends seine letzte Hundegassi-Runde etwas verspätet beginnt, steht unterwegs mitten im Dunkeln, die Lampen gehen ja aus. Üblicherweise findet sich dann auch so schnell keine Taschenlampe, sodaß man im Dunkeln durchs Dorf stolpert. Diese Beleuchtungszeiten sollen ein Service für unsere Urlauber sein, die diesen Service aber überhaupt nicht schätzen, da Timmel niemals auch nur näherungweise an großstädtische Straßenbeleuchtungszeiten herankommt und dies auch gar nicht will. Wir Timmeler fühlen uns als Bürger zweiter Klasse, da die Energiekosten für die Mehrbeleuchtung im Sommer in der dunklen Jahreszeit (wo eigentlich das Licht benötigt wird) wieder eingespart werden sollen. Ergebnis der regen Diskussion: Unser Ortsbürgermeister prüft die Mehrkosten der um eine Stunde verlängerten Beleuchtungszeit. Vielleicht kann man die Mehrkosten durch Spenden aus dem Dorf aufbringen.

Dann schloss sich eine lange und rege Diskussion um Hundetoiletten in Timmel an. Der Ortsrat befürwortet die Aufstellung von Hundetoiletten. Im gut gefüllten Saal war man einhellig der Meinung, daß durch das erhöhte Hundeaufkommen durch Urlauber Hundekot-Entsorgungsstationen dringend erforderlich seien. Dieses Thema wird durch die Initiative "grossefehn-und-hund.de" von timmel.net  unterstützt. Eine Hundetoilette kostet rund 250 Euro. timmel.net und der Ortsrat wollen etwa 12 Entsorgungsstationen im Dorf aufstellen. Hierzu werden Grundstücksbesitzer gesucht, die sich bereit erklären, auf ihrem Grundstück in Straßennähe solch eine Entsorgungsstation aufzustellen. Wir suchen auch Spender für solche Stationen, es
werden Sachspenden in Form einer Station bevorzugt, der Hersteller ist auf timmel.net genannt.

Weiteres Thema war der beklagenswerte Zustand der Straßen in Timmeler Feld. Einige Straßen hier sind nur noch mit Treckern oder Geländewagen befahrbar, gerne auch als Ölwannenstrecke bezeichnet. Problem ist auch hier wieder das liebe Geld. Ein wirkliches Problem stellt jedoch die Kurve der L14  Richtung Westgroßefehn kurz hinter dem Landgasthof Dinkgräve dar. Hier muß der Straßengraben befestigt werden bevor die Versackung des Radweges gerichtet werden kann. Hier handelt es sich um eine Landstraße, sodaß Timmel auf der Prioritätenliste des Landkreises ziemlich weit hinten steht. Auch hier will sich der Ortsrat kümmern und möglichenfalls das Thema forcieren.

1 Kommentar:

  1. Viel besser wäre es, wenn man endlich mal bei der EWE herausfinden würde, was es kostet, den oder einen neuen "Dämmerungsschalter" (Sensor) nach Timmel zu verlegen bzw. zu installieren. Auch hier könnte man sich durch Bürgerspenden wie bei der Fußgängerampel beteiligen, die ja auch einiges gekostet hat. Ich wäre dabei!
    Der Vorschlag für den Sensor existiert schon seit vielen Jahren, wurde aber wohl nicht weiter verfolgt- warum auch immer. Es hätte den Vorteil, daß die Beleuchtungszeit individuell nur auf den Ort abgestimmt werden kann. Die Vor- und Nachteile sollten dann abgewogen werden.
    Andere Orte sind ja auch an anderen individuellen Lösungen interessiert, siehe Versuche dort mit der "Handy-Schaltung" für Laternen.
    Mut zu neuen Ufern im Sinne der Bürger und auch Touristen!

    Jürgen

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