Mittwoch, 28. Dezember 2011

Großefehn: Gemeinde steht eine Million Euro besser da

Gute konjunkturelle Lage spülte mehr Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse

(heh) Die bundesweit gute Konjunktur in diesem Jahr hat auch dem Haushalt der Gemeinde Großefehn genutzt. „Unser Haushalt wird in diesem Jahr mit einer siebenstelligen Summe besser abschließen als geplant“, sagte Bürgermeister Olaf Meinen in einem Pressegespräch. Im Vergleich zum beschlossenen Haushalt 2011 werde man gut eine Million Euro Mehreinnahmen haben. Genaue Zahlen liegen erst vor, wenn das Jahr 2011 komplett abgerechnet ist.

Man habe beim Haushalt 2011 aber nicht zu knapp kalkuliert, sagte Meinen. Einen Haushaltsplan könne man immer nur angesichts der jeweils aktuellen Lage erstellen. „Das Problem für alle Kommunen ist, dass es keine stabile Finanzierung gibt“, sagte er. Das gelte auch für die Ausgaben. Angesichts der guten Zahlen warnte Meinen vor Euphorie: „Wir haben immer noch einen unterfinanzierten Haushalt.“ Nur mit etwas Glück könne man aber eventuell einen kleinen Überschuss erwirtschaften. Im aktuellen Haushaltsplan rechnet die Verwaltung noch mit einem Defizit von 1,5 Millionen Euro.

Die gute Konjunktur scheint auch in Großefehn die Unternehmen zu Investitionen zu motivieren. Die Flächen im Gewerbegebiet in Ulbargen seien zu 75 Prozent verkauft, sagte Meinen. „Im kommenden Jahr werden wir über eine Erweiterung nachdenken müssen“, sagte er. Die bislang letzten größeren Neuansiedlungen in Ulbargen waren der Neubau der Firma Schilling, der im Juli eröffnet wurde, sowie die Veranstaltungshalle „Metadrom“, die seit Mitte November eine Konzession für öffentliche Veranstaltungen hat.

Das Hauptthema des jetzt ablaufenden Jahres sei die Kinderbetreuung gewesen, sagte Meinen. Ein Bereich, der den Gemeinderat auch 2012 noch beschäftigen werde, sei es mit der Einrichtung einer weiteren Kinderkrippe, der Erweiterung von Öffnungszeiten oder der Einrichtung weiterer Ganztagsgrundschulen.

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