Mittwoch, 9. November 2011

Neue Krippenplätze nur eine Frage der Zeit

Neue Krippenplätze nur eine Frage der Zeit

Von Edgar Behrendt 
9. November 2011

Wiesmoor und Großefehn rechnen in den nächsten Jahren mit einem steigenden Bedarf. Kindergarten-Standorte könnten gesichert werden, wenn dort auch Unter-Dreijährige betreut würden. Die Kommunen denken zudem daran, Grundschulen zu nutzen, falls diese aufgegeben werden müssen.


Wiesmoor/Großefehn - Aktuell sind die Stadt Wiesmoor und die Gemeinde Großefehn noch nicht zum Handeln gezwungen, doch in beiden Kommunen ist es nur eine Frage der Zeit, wann weitere Krippenplätze für Unter-Dreijährige geschaffen werden müssen. In Wiesmoor gibt es derzeit 36, in Großefehn 24 Plätze.
"Wir haben unsere Hausaufgaben schon frühzeitig gemacht", sagt Horst-Dieter Schoon von der Stadt Wiesmoor. Zunächst war eine altersgemischte Gruppe im Kindergarten in Hinrichsfehn eingerichtet worden. Dort können sechs Krippenkinder betreut werden. Im Januar 2010 wurde dann eine Krippe mit 30 Plätzen im städtischen Kindergarten an der Marktstraße in Betrieb genommen. Obwohl auf der Warteliste derzeit nur eine Handvoll Kindernamen stehe, ist sich der Fachbereichsleiter Ordnung und Jugend sicher, dass der Bedarf schon in den nächsten drei Jahren steigen wird. "Wir können dann kurzfristig reagieren", stellt er fest: Lösungsansätze sieht Schoon in den Kindergärten in den einzelnen Ortsteilen. Dort sei es möglich, entweder weitere altersgemischte Gruppen oder aber Krippengruppen zu bilden. Auf diese Weise könne die Stadt ganz nebenbei zur Standortsicherung von kleineren Kindergärten beitragen. Dank der Unter-Dreijährigen könnten diese möglicherweise erhalten bleiben, verweist Schoon auf den demografischen Wandel. Weil die Stadt zunächst mit Hilfe der Kindergärten auf steigende Nachfragen reagieren könne, bekomme sie die nötige Zeit, um sich vielleicht über größere Projekte wie Neubauten Gedanken zu machen. Derzeit sieht Schoon dafür aber keinen Anlass.

"In absehbarer Zeit machen wir uns Gedanken über weitere Plätze"

Kein Freund von altersgemischten Gruppen ist Großefehns Bürgermeister Olaf Meinen. Wenn der Bedarf da sei, will er sich für zusätzliche Krippengruppen stark machen. Derzeit gibt es zwei Gruppen im Mühlenhof in Ostgroßefehn mit insgesamt 30 Plätzen. Weil dort aber mehr als sieben Kinder unter zwei Jahre alt sind, dürfen nur 24 Kinder in die Gruppen. Für die Jüngsten gilt ein höherer Betreuungsbedarf. "In absehbarer Zeit machen wir uns Gedanken über weitere Plätze", sagt Meinen. Eingerichtet werden könnten diese im Zentrum ebenso wie im Norden, am Standort des Kindergartens Holtrop, oder im Süden, am Standort des Kindergartens Strackholt. Für überlegenswert hält es Meinen auch, Grundschulen, die aufgrund des Rückgangs der Schülerzahlen künftig nicht mehr zu halten sein werden, für Krippen zu nutzen.

Quelle: http://www.oz-online.de/?id=542&did=49977

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